Sale
T-Shirts, Kleiderbügel, Duftspray, Aufhängung

Maße variabel

2016





Die Arbeit Sale besteht aus zwei Gruppen von gehängten T-Shirts. Sie sind in männlich und weiblich und in die Größen S, M und L unterteilt. In ihrer Präsentation bedient sich die Arbeit dem Konzept des Point-of-Sale-Marketings. So bezeichnet man alle Bemühungen, die den tatsächlichen Verkauf an dem Ort, an dem der Kaufvorgang stattfindet, erhöhen. Die richtige Inszenierung soll beim Kunden positive Gefühle wecken. Dies geschieht durch die Berücksichtigung aller Sinne, aber vor allem durch optische Anreize. In der Installation sind die T-Shirts akkurat aufgereiht, werden durch Beleuchtung in Szene gesetzt und verströmen einen angenehmen Geruch von frisch gewaschener Wäsche. Die simplen T-Shirts, die dem Betrachter aus Schaufensterwerbung bekannt sind, sollen somit kaufenswert erscheinen. Diese Bemühungen laufen jedoch ins Leere, denn sie sind in einem unverkäuflichen Kontext zur Schau gestellt. Der eigentliche Point-of-Sale, also der Verkaufsort, existiert nicht. Die Arbeit wurde im Rahmen der Ausstellung ShopShop gezeigt, welche auf den ersten Blick an einen Pop-Up-Store erinnerte, jedoch keine verkäuflichen Waren anbot.

 

 

 


Latest Greatest - Juliane Gebhardt

 

 

 

 



Latest Greatest
Sprühfarbe auf Beton

160 x 60cm

2016

In einem ehemaligen Luftschutzbunker habe ich den Schriftzug LATEST GREATEST mit roter Farbe an die Wand gesprayt. Der Bunker befindet sich auf der abgeschiedenen und kaum besiedelten Insel Susak bei Kroatien. Der Schriftzug kommentiert die Namen und Jahreszahlen, die von den Besuchern als Zeugnis ihres Daseins hinterlassen wurden. Einerseits steht der Ausdruck Latest Greatest für das Verhalten immer den neuesten Dingen nachzujagen, andererseits bezeichnet er in der Softwareentwicklung das Verfahren von verschiedenen Softwareständen den aktuellsten zu favorisieren. Die Betitelung und die Verortung in einem verlassenen Bunker auf einer Insel kann somit als Kommentar für diese Praxis des Übertrumpfens gesehen werden. Auf einer weiteren Ebene lässt sich dies auch auf die Art und Weise wie Kunst rezipiert wird übertragen.

 

 

 


80 colours  - Juliane Gebhardt
80 colours  - Juliane Gebhardt  
80 colours  - Juliane Gebhardt

 

 

 

 



80 Colours
Nagellack auf Alu-Dibond, UV-Direktdruck auf Alu-Dibond
je 40 x 50cm
2016

Die Arbeit besteht formal aus zwei Bildern. Das Linke setzt sich aus 80 unterschiedlich lackierten Farbtafeln zusammen und das Rechte ist mit Textfragmenten gefüllt, welche im gleichen Raster angeordnet sind. Die Anordnung erfolgte dabei zufällig mit einem Computerprogramm. Der zunächst rein formalistische Charakter wird bei genauerer Betrachtung der einzelnen Farben gebrochen. Die Textfragmente entpuppen sich als Versatzstücke der Populärkultur. Sie stehen den Farbtafeln gegenüber und korrespondieren mit ihnen. Es sind Nagellackfarben und deren Farbbezeichnungen. Die Farbauswahl erfolgte subjektiv nach Namen und thematisiert damit auch die kommerzielle Kodifizierung von Farbtönen.

 

 

 


Serendipity - Juliane Gebhardt  
Serendipity - Juliane Gebhardt Serendipity - Juliane Gebhardt

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Aus der Serie: Serendipity
Digitalfotografie
2015

 

 

 

 

Bei dieser fortlaufenden Serie, die ich 2015 begonnen habe, handelt es sich um Fotografien, die durch unabsichtliches Auslösen mit meinem Smartphone entstanden sind. Der Begriff Serendipity bezeichnet übersetzt eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist.

 

 

 


Quick Response - Juliane Gebhardt Quick Response - Juliane Gebhardt Quick Response - Juliane Gebhardt

Quick Response
Briefmarkensammelalben, QR-Codes
13,5 x 16cm und 19 x 12 cm
2015

 

 

 

 

 

o.T. - Juliane Gebhardt o.T. - Juliane Gebhardt o.T. - Juliane Gebhardt

ohne Titel
Buntstift auf Papier
Je 25 x 35 cm
2015

 

 

 

 

 

Default Data - Juliane Gebhardt    
Default Data - Juliane Gebhardt Default Data - Juliane Gebhardt  

Default Data
Manipulierte Fotodateien
2013

 

 

 

 

Bei dieser Bilderserie habe ich absichtlich Fehler erzeugt, indem ich in den Code der zugrundeliegenden Fotografien eingegriffen habe. Die Bildergebnisse unterliegen partiell dem Zufall. Solche Darstellungsfehler in digitalen Anwendungen bezeichnet man auch als Glitch oder Bug.

ohne Titel - Juliane Gebhardt    

ohne Titel
Regenbogenstift auf Papier
61x77cm
2014

 

 

 

 

 

ohne Titel (Skizzenbuch) - Juliane Gebhardt ohne Titel (Skizzenbuch) - Juliane Gebhardt ohne Titel (Skizzenbuch) - Juliane Gebhardt

ohne Titel (Skizzenbuch)
Buntstift, Klebeband, Aufkleber
Je 42 x 20cm
2014

 

 

 

 

 



Juliane Gebhardt

juli.s.geb@gmail.com

 

Vita:

geboren 1990 in Karlsruhe
2010-2013 Studium der Betriebswirtschaftslehre in Karlsruhe
2013-2014 Studium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle in der Klasse von Prof. Una Moehrke
2014-2015 Studium an der Kunstakademie Stuttgart in der Klasse von Prof. Andreas Opiolka
seit 2015 Studium an der Kunstakademie Stuttgart in der Klasse von Prof. Birgit Brenner

 

Ausstellungen:

2014 Togetherness, Kunstverein Dessau
2016 Just In Time, AKKU in Stuttgart
2017 Bergstaffel Vol. 3, Bergstaffel in Stuttgart