Die ideale Schwere

Die ideale Schwere Die ideale Schwere

Die ideale Schwere Die ideale Schwere

(Ausstellungsansicht AKKU Stuttgart 2016)


Marmortherapie - Die ideale Schwere
Performance
2016






Im Ausstellungsraum befindet sich ein Anmeldetresen an dem eine Empfangsdame einzelnen Besucher*innen Eintritt zur Marmortherapie gewährt, die im hinteren Raum stattfindet. Der eigentliche Ausstellungsraum wird somit zu einem Wartezimmer, Besucher*innen zu Patient*innen. Sie werden durch ein Schild an der Wand zu Ruhe aufgefordert. Werbeplakate verweisen auf eine neuartige Therapieform: We take care of you // You feel the wellness // Wellness starts with aesthetics.
Im hinteren Therapieraum werden die Patient*innen von zwei Therapeutinnen empfangen.
Dieser Raum bietet eine individuelle Erfahrung synästhetischer Art. Angeleitet von einer Computerstimme begeben sich die Patient*innen auf eine Therapiepliege und bekommen von den Therapeutinnen eine Marmorplatte auf ihr Zentrum gelegt. Die Patient*innen erleben für einen Moment die ideale Schwere. Die Therapie suggeriert ihnen eine vermeintliche Entspannung.
Eine Gemeinschaftsarbeit von PassBeyeCandy (Selina Rosa Ruffing und Julia Carolin Kothe), Lili Weyrich und Laura Fröhlich.

 

 

 


ohne Titel ohne Titel
ohne Titel

(Ausstellungsansicht Rundgang der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart 2015)


ohne Titel
Installation/Performance
2015

mit Anna-Marie Henne, Anat Evgi und Antje Peter






Zwei Kuben sind durch eine Wand verbunden, in der eine Spiegelwand eingelassen ist. Im hinteren Raum ist eine Frau (Schauspielerin Esther Schwarz), die durchsichtige Kleidung trägt. Durch die Merkmale der Schnitte der Kleidung, lassen sich Jeans und T-Shirt erahnen. Das durchsichtige Outfit ist unisex und verweigert jegliche Funktion von (Sicht-)Schutz. Mit einem intensiven, durchdringenden Blick schaut die Frau die Besucher*innen an.

 

 

 


repeat (videostill) 4-Kanal-Videoinstallation, 2016
(Videostill)

repeat (Ausstellungsansicht) 4-Kanal-Videoinstallation, 2016

repeat
4-Kanal-Videoinstallation
2016








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Ohne Titel (monochrom schwarz)
Silbergelatine Print, Holzrahmen, Glas
Maße variabel
2015
Ein vom Sonnenlicht geschwärztes Fotopapier bildet eine monochrome schwarze Fläche.
Die schwarze Fläche wird zur Spiegelfläche, die der Betrachter dazu nutzt, unbemerkt seine Frisur zu überprüfen oder sich einfach selbst betrachtet. Möglicherweise nutzt der Betrachter diese Gelegenheit aber auch, um andere Besucher heimlich zu beobachten.
Ohne Titel (monochrom schwarz) greift eben jene Szenarien auf, wie sie auch in Ausstellungen zu beobachten sind. Nicht mehr das Werk wird zum Betrachtungsgegenstand, sondern alles, was sich in der Spiegelung der Glasscheiben in den Werken abspielt. Dadurch entsteht ein absurder Prozess über die eigentliche Bestimmung des Werkes hinaus.
Lili Weyrichs Arbeit ist so ausgerichtet, dass die Mitte der Arbeit circa der durchschnittlichen Höhe eines Au- genpaares entspricht. Dadurch können Begegnungen von Blicken mit anderen Betrachtern oder mit der eigenen Reflexion stattfinden.
Lili Weyrich hinterfragt und untersucht in ihren Arbeiten oft auf ironische Weise alltägliche Szenarien und Handlungen, die sie in ihrem direkten Umfeld beobachtet. So ist auch Ohne Titel (monochrom schwarz) ein interaktives Werk, das durch seine Oberflächenstruktur Blickkontakte herstellt, Narzisten eine Betrachtungsmöglichkeit bietet, Motiv für „Art-Selfies“ werden kann oder bleibt einfach nur ein schwarzes Bild.




LiliWeyrich_touch1%20Kopie.jpg

touch
Videoloop
3:26 min.
2015
Lili Weyrich greift in ihren Arbeiten (banale) Alltagsphänomene ironisch auf, wie beispielsweise in ihrer Arbeit touch: hier setzt sie sich kritisch mit der Nutzung von Smartphones auseinander, indem sie die Streich(el)bewegungen, mit denen diese bedient werden auf die menschliche Haut überträgt.




LiliWeyrich_Frauimbad1%20Kopie.jpg

LiliWeyrich_Frauimbad2%20Kopie.jpg

Frau im Bad
Videoloop
14:53 min.
2013
Videostill




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sie kommen
Performance mit Mira Simon, Florenz
2013
Videostills




Lili Weyrich

lili.weyrich@gmail.com

Portfolio (PDF)


 

Smartphone-spezifische Handbewegungen, Sicherheitseinweisungen im Flugzeug, Tischrituale, Entspannungstherapien oder Körperschweiß. Situationen und Bestandteile des Alltäglichen werden in den Arbeiten von Lili Weyrich aus ihrem gewöhnlichem Kontext isoliert und in einen neuen transferiert. Durch diese Eingriffe findet eine Sinnverschiebung statt. Die Wahrnehmung des Betrachters wird herausgefordert - irritierend ist, dass etwas anders ist als gewohnt. Fingerbewegungen auf dem Touchscreen werden auf menschliche Haut übertragen (touch, 2015). Die Sicherheitseinweisung einer Stewardess wird zum Tanz auf Technobeats transformiert (repeat, 2016). Abdrücke des eigenen Handschweißes werden auf Papier zum Selbstportrait der Künstlerin (Schweißportraits, 2015). Diese Transformationen und Eingriffe eröffnen einen neuen Blick auf das Alltägliche vielleicht sogar Banale, stets unter humorvollen Vorzeichen.

 

 

 


VITA

 


1992 in Stuttgart geboren


Studium
2012 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Andreas Opiolka (AM Martin B. Schmid), seit 2013 bei Prof. Birgit Brenner


Auszeichnungen
2013
Akademiepreis der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste (Klasse Opiolka)


Ausstellungen


2012-2016
Rundgang der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

2016
Just In Time Gruppenausstellung der Klassen Prof. Brenner und Groß (Kunsthochschule Mainz), AKKU Stuttgart, 25.11-16.12.

 

2015
THERE IS NO DRAMA Gruppenausstellung der Klasse von Prof. Birgit Brenner, Kunstraum 34, Stuttgart

2014
Zu Tisch, Gesamtausstellung der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Kulturniederlassung Südwest Stuttgart

2013
Klasse Opiolka, Klassenausstellung, Schloss Weikersheim

surfacestories, Trisomie K, Galerie auf Zeit, Stuttgart

2012
Gestaltung der Ausstellungsvitrine des Kunstmuseums Stuttgart am Kulturplatz (Stuttgart HBF)

2012 H13. Ein Buchprojekt, Ausstellung des Jugendkunstklubs, Foyer des Kunstmuseums Stuttgart im Rahmen der Rasterfahndung. Das Raster in der Kunst nach 1945 Ausstellung